Wiederverwendbare Küchenrolle

Wiederverwendbare Küchenrolle

Bei uns gibt es mal wieder etwas Neues: Wiederverwendbare Küchenrolle! Und weil mich gerade so richtig das Nähfieber packt, habe ich auch gleich noch eine Nähanleitung hinzugefügt. In der Regel nähe ich Haushaltsmaterialien aus Resten. In diesem Fall ist es ein alter Bettbezug, der an den Ecken und Nähten und zum Teil auch schon in den Mitten seine besten Tage hinter sich hat. Hinzu gesellten sich alte Handtücher, die schon hier und da einen Ziehfaden oder Fleck aufwiesen und nun eine neue Bestimmung suchten.

Materialliste:

  • saugfähiger Baumwollstoff (alte Vorhänge, ausgediente Bettwäsche, Tischdecken, …)
  • Frotteestoff (ausgediente Handtücher, ansonsten mal bei Second Hand Läden oder den Eltern/Großeltern fragen)
  • Nähmaschine
  • Garn (ich nehme für Garnintensive Projekte aus Kostengründen gerne Overlock-Konen)
  • Schablone (28,5×26 cm)
  • Rollschneider
  • Druckknöpfe
  • Druckknopfzange

Am Anfang geht es natürlich erstmal ans Schneiden. Um es mir leichter zu machen, habe ich ein letztes Stück Küchenrolle genutzt um mir eine Schablone herzustellen (ich habe nachts genäht, deswegen sind ein paar der Bilder so dunkel, tagsüber war es bei der Wärme gar nicht auszuhalten):

Mit dieser Schablone habe ich dann aus meinem Bettlaken möglichst viele Rechtecke ausgeschnitten (36 Stück sind aus meinem 155×220 cm Bezug entstanden und es wären auch noch mehr gewesen, wenn ich den Rest nicht noch für ein anderes Projekt hätte haben wollen).

Nachdem alle Rechtecke ausgeschnitten waren ging es ans Abstecken und -steppen: Beim Absteppen links auf links unbedingt an die Wendeöffnung denken!

Nach dem Wenden einem rund herum absteppen und dann im 45° Winkel in der einen Ecke starten. Soetwas steppe ich immer frei Hand, wem das zu ungenau ist, der kann sich Linien mit Schneiderkreide aufmalen.Hier noch einmal alle Schritte auf einem Bild:

Nach dem Absteppen kommen nun die Druckknöpfe, diese werden angenäht oder mit einer Zange angebracht. Die Variante mit der Zange geht deutlich schneller und die Knöpfe halten genauso gut. Abgesehen davon macht es einfach Spaß!

ACHTUNG! Die Richtung der Druckknöpfe ist wichtig, denn es gibt einen weiblichen und einen männlichen Teil! Mein Tipp: Bau immer zu erst nur die einen und dann die anderen an, quer Beet geht meistens schief, außer man denkt wahnsinnig viel darüber nach.

  

Und dann geht s schon ans zusammen knöpfen und aufrollen:

  

Jetzt steht die Rolle in der Küche, sieht gut aus und wird statt der Wegwerfvariante genutzt. Ist eins dreckig, kommt es in den Wäschemuff und wird bei der nächsten 60°C-Wäsche einfach mitgewaschen.

Ein netter Nebeneffekt ist die viel höhere Saugleistung, 150-200ml Flüssigkeit sind gar kein Problem für ein Tuch und man kann es auswringen und noch einmal nutzen.
Alternativ lassen sich natürlich auch Lappen verwenden, die sind vielleicht nur nicht so hübsch anzusehen, aber definitiv eine gute Option!

Sind dann am Ende noch Stoff- und Frotteereste übrig, lassen sich wunderbar wiederverwendbare Abschminktücher nähen:

Habt einen wundervollen Wochenstart,
eure Julia

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